David Mitchell "Number 9 Dream"

Num­ber 9 Dream

von Da­vid Mit­chell

Der jun­ge Held - Ei­ji Miya­ke - kommt von der länd­li­chen In­sel Ya­kus­hi­ma nach To­kio, wo die Luft riecht "wie ei­ne Ho­sen­ta­sche von in­nen", um sei­nen Va­ter zu su­chen.
Ein bun­ter Groß­stadtro­man ent­fal­tet sich in ei­nem ste­ti­gen Wech­sel­spiel zwi­schen Rea­li­tät und Traum.
In sei­nen Träu­men fan­ta­siert sich Ei­ji gleich zu Be­ginn in ei­ne Rol­le, in der er - im Stil von Ja­mes Bond - das Si­cher­heits­sys­tem des Pan­opti­con-Hoch­hau­ses über­lis­tet, um dort die Rechts­an­wäl­tin sei­nes Va­ters zu tref­fen. In der Rea­li­tät hat er ei­nen Job als Küchen­hil­fe bei ei­nem Piz­za-Ser­vice und haust mit Kat­ze und Ka­ker­la­ke in ei­nem win­zi­gen kap­sel­ar­ti­gen Zim­mer.
Der ro­te Fa­den das Bu­ches bleibt zwar die Su­che nach dem Va­ter, je­doch schlägt die Ge­schich­te zahl­rei­che Ne­ben­we­ge ein. Ei­ji muss in ei­nem Ya­ku­za Ban­den­krieg um sein Le­ben spie­len und das Ta­ge­buch sei­nes Großva­ters aus dem Jahr 1944 er­zählt von ja­pa­ni­schen Selbst­mord-Kom­man­dos, die dem U-Boot-Krieg ei­ne ent­schei­den­de Wen­de ge­ben soll­ten.
Ein durch­ge­hend klu­ger Ro­man, Fan­ta­sy und Thril­ler zu­g­leich. Be­son­ders zu emp­feh­len für al­le Le­ser von Ha­ru­ki Mu­ra­ka­mi.
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Num­ber 9 Dream

Da­vid Mit­chell

Ro­wohlt

2011

978-3-498-04513-5

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