Thea Dorn, Richard Wagner "Die deutsche Seele"

Die deut­sche See­le

von Thea Dorn, Ri­chard Wag­ner

Von Ge­müt­lich­keit und Grund­ge­setz, von Abend­brot bis Zer­ris­sen­heit. Al­les was deutsch ist.
So ein Buch hat es noch nicht ge­ge­ben. Zwei Au­to­ren, wie sie un­ter­schied­li­cher nicht sein könn­ten, er­kun­den lie­be­voll und kri­tisch, kennt­nis­reich und oh­ne Be­rüh­rung­s­ängs­te, was das ei­gent­lich ist, die deut­sche See­le. Sie spü­ren sie auf in so un­ter­schied­li­chen Be­grif­fen wie "Abend­brot" und "Wan­der­lust", "Män­ner­chor" und "Fahr­vergnü­gen", "Ab­grund" und "Zer­ris­sen­heit". In sech­zig Ka­pi­teln ent­steht auf die­se Wei­se ei­ne tief­grün­di­ge und fa­cet­ten­rei­che Kul­tur­ge­schich­te des Deut­schen.
Al­le De­bat­ten über Deut­sch­land lan­den am sel­ben Punkt im Ab­seits: Darf man das über­haupt öf­f­ent­lich sa­gen, et­was sei "deutsch" oder "ty­pisch deutsch"? Kann man sich mit dem Deutsch­sein heu­te end­lich ver­söh­nen? Man muss es so­gar, mei­nen Thea Dorn und Ri­chard Wag­ner. Sie ver­spü­ren ei­ne gro­ße Sehn­sucht da­nach, das ei­ge­ne Land wir­k­lich ken­nen zu ler­nen, und ma­chen In­ven­tur in den Be­stän­den der deut­schen See­le. Ihr Buch ist ei­ne er­kennt­nis­rei­che und un­ter­halt­sa­me Rei­se an die Wur­zeln un­se­res na­tio­na­len Er­bes und geht durch­aus ans Ein­ge­mach­te. Ob­wohl es sich auch als En­zy­k­lo­pä­d­ie le­sen lässt, sind die Tex­te nicht aus nüch­t­er­ner Di­s­tanz ge­schrie­ben. Auf die­se Wei­se ent­ste­hen lei­den­schaft­li­che Pläd­o­y­ers für be­stimm­te Merk­ma­le des Deut­schen, für ein da­mit ver­bun­de­nes Le­bens­ge­fühl. Die­se "Lie­be­s­er­klär­ung" der Au­to­ren ist ein sinn­li­ches, reich be­bil­der­tes Buch, das die deut­sche See­le ein­mal nicht se­ziert, son­dern sie an­spricht.

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Pro­dukt­da­ten

Die deut­sche See­le

Thea Dorn, Ri­chard Wag­ner

Kn­aus

2011

978-3-8135-0451-4

Hard­co­ver

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