Uli T. Swidler "Der Poliziotto"

Der Po­li­ziot­to

von Uli T. Swid­ler

Al­le be­ken­nen­den Ita­li­en- und Kom­mi­sa­rio-Bru­net­ti-Fans, die zu­dem teils lie­bens­wert-sch­rul­li­ge, auf je­den Fall spe­zi­el­le Fi­gu­ren mö­gen, soll­ten sich die­sen Kri­mi gön­nen.
Ganz art­f­remd und über­ra­schend wird Rober­to Rossi­ni, der als Beam­ter der Po­li­zia Mu­ni­zi­pa­le in Ur­bi­no für Stra­ßen­ver­kehr, Park­raum­be­wirt­schaf­tung, Fund­amt usw. zu­stän­dig ist, mit der Auf­klär­ung des Ver­b­re­chens be­traut.
Sonst re­gelt er in dem sehr ma­le­risch-ita­lie­nisch be­schrie­be­nem Ört­chen den Ver­kehr – nicht zu flei­ßig, sehr aber­gläu­big und bit­te sehr auch et­was kor­rupt und bau­ern­schlau. Ei­gent­lich ver­mei­det der leicht über­ge­wich­ti­ge Po­li­ziot­to je­den Schritt zu viel, so dass er für ei­nen Rad­fah­rer, der un­be­dingt den stei­len Berg bis oben hin schaf­fen will, vo­r­erst nur ein Kopf­schüt­teln üb­rig hat.
Als Ros­si nach dem Ge­nuss sei­ner Lie­b­lings-Pas­ta sei­ne spe­zi­el­le Mit­tags­pau­se in der küh­len ehe­ma­li­gen Zis­ter­ne tief un­ter dem Pa­laz­zo Du­ca­le ver­brin­gen möch­te, dort je­doch ei­ne Frau­en­lei­che fin­det, über­schla­gen sich die Er­eig­nis­se, denn aus­ge­rech­net er soll die­sen Gift­mord auf­klä­ren ...
Un­ter­stützt von Freun­den, von Be­kann­ten, die ihm et­was schul­den, und auch mit Hil­fe sei­nes ner­vi­gen neu­en Nach­barn der sich als pen­sio­nier­ter Kri­po­kom­mis­sar aus Mün­chen ent­puppt, ge­lingt es ihm am En­de.
Wie er sei­nen ers­ten Fall an­geht, in wel­chen ge­sell­schaft­li­chen Sumpf er blickt und den­noch in po­li­ziot­to-ty­pi­scher Art das Kno­ten-Ge­bil­de ent­wirrt, le­sen Sie bit­te selbst – span­nend und zu­dem amü­sant.
Ka­rin Cle­mens - NATURA-Buch­händ­le­rin

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Der Po­li­ziot­to

Uli T. Swid­ler

Ro­wohlt

2011

978-3-499-25398-0

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