Catherina Rust "Das Mädchen vom Amazonas"

Das Mäd­chen vom Ama­zo­nas

Mei­ne Kind­heit bei den Apa­rai-Wa­ja­na-In­dia­nern

von Ca­the­ri­na Rust

Als Kind leb­te Ca­the­ri­na Rust in Mashi­pur­i­mo, ei­nem Ur­wald­dorf am Ama­zo­nas. Wäh­rend ih­re El­tern, bei­de Deut­sche, die Le­bens­wei­se der Apa­rai-Wa­ja­na-In­dia­ner er­forsch­ten, wuchs sie wie ei­ne In­dia­ne­rin auf - fern­ab west­li­chen Kom­forts, doch auf­ge­ho­ben in der Ge­mein­schaft ei­nes Stam­mes, für den Be­sitz und Sta­tus nichts be­deu­ten. Har­mo­nie da­für al­les.
Denkt Ca­the­ri­na Rust heu­te an das Dorf ih­rer Kind­heit zu­rück, hat es ihr an nichts ge­fehlt. Im Ge­gen­teil: Ob­wohl das Le­ben im Ur­wald ele­men­ta­re Be­dro­hun­gen mit sich brach­te, war es das Pa­ra­dies. Nir­gend­wo sonst hat sie mehr Nähe und Ge­bor­gen­heit er­lebt, und sie fragt sich, ob un­ser heu­ti­ges Be­sitz-, Wohl­stands- und Si­cher­heits­st­re­ben das ein­zig wah­re Le­bens­mo­dell sein kann.
Für ih­re klei­ne Toch­ter hat Ca­th­ri­na Rust jetzt ih­re Ge­schich­te auf­ge­schrie­ben: Sie er­zählt, dass ihr Spiel­platz der Ur­wald war, mit ver­sch­lun­ge­nen Pflan­zen und turm­ho­hen Bäu­men. Dass sie an Lia­nen schau­kel­te und im lau­war­men, nach Holz duf­ten­den Rio Pa­ru, ei­nem Sei­ten­arm des Ama­zo­nas, schwim­men lern­te. Dass sie an gu­ten Ta­gen Af­fen­ein­topf aß und an sch­lech­ten Pi­r­anhas, und dass sie das Brül­len des Ja­guars bis heu­te im Ohr hat. Sie er­zählt von der Ge­mein­schaft der Apa­rai, die kein Wort für "Ein­sam­keit" ken­nen, von Geis­ter­dör­fern und Ta­mo­ko-Un­ge­heu­ern und da­von, wie die In­dia­ner von Mashi­pur­i­mo zu ih­rer Fa­mi­lie wur­den und de­ren Le­bens­wei­se und Kul­tur zu ih­rer ei­ge­nen.

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Pro­dukt­da­ten

Das Mäd­chen vom Ama­zo­nas

Ca­the­ri­na Rust

Kn­aus

2011

978-3-8135-0446-0

Hard­co­ver

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